Der richtige Mahlgrad für Siebträgermaschinen

Die Zubereitung von aromatisch schmeckendem Kaffee mit einer Siebträgermaschine ist eine kleine Kunst. Die eigentliche Arbeit beginnt aber nicht erst beim Brühen. Auch das perfekte Mahlen der Bohnen will geübt sein. Wir erklären dir, wie du den richtigen Mahlgrad für Siebträgermaschinen findest.

Warum ist es so wichtig den Kaffee für die Siebträgermaschinen richtig zu mahlen?

Vielleicht fragst du dich gerade, warum es überhaupt verschiedene Mahlgrade gibt. Natürlich könnte man es sich auch einfach machen und fertig gemahlenen Kaffee kaufen. Das ist bei der Zubereitung mit einer Siebträgermaschine aber Frevel. Und ehrlich gesagt schmeckt jede Zubereitungsart von Kaffee viel besser, wenn man frisch gemahlene Bohnen verwendet. Der Mahlgrad entscheidet maßgeblich über den späteren Geschmack des Kaffees. Je nach Art der Zubereitung muss ein anderer Mahlgrad gewählt werden.Wählst du einen feinen Mahlgrad für eine lange Extraktion, lösen sich zu viele Aromen und Bitterstoffe. Der Kaffee schmeckt dann sehr stark und bitter. Genau anders herum ist es bei grob gemahlenen Bohnen und einer kurzen Extraktionszeit – der Geschmack ist dann wässrig und dünn. In diesem Fall konnten sich die Aromen nicht ausreichend lösen. An dieser Stelle könnten wir über den idealen Extraktionsgrad fachsimpeln (der liegt bei etwa 18-22%). Allerdings geht es auch immer um deinen ganz persönlichen Geschmack!

Der perfekte Mahlgrad für Siebträgermaschinen

Bei einer Siebträgermaschine schießt das Wasser unter hohem Druck durch den Siebträger. Die Durchlaufzeit bei einer Siebträgermaschine beträgt ungefähr 25 bis 30 Sekunden. Im Gegensatz dazu ist die Durchlaufzeit bei einer Zubereitung mit der French Press ungefähr 4 Minuten. Die Extraktionszeit ist bei Siebträgermaschinen also extrem kurz und das ist genau das, was eine Siebträgermaschine so besonders macht. Die kurze Zeit, in der das Wasser mit den gemahlenen Espressobohnen in Kontakt kommt, erfordert einen sehr feinen Mahlgrad. Der Grund dafür ist einfach: Das Wasser hat nur sehr wenig Zeit, um die Aromen des Kaffees zu lösen. Bei fein gemahlenen Bohnen ist die Oberfläche größer und dadurch dichter. Kommt der gemahlene Kaffee dann in Kontakt mit heißem Wasser, verdichtet sich dieser noch einmal. Dadurch braucht das Wasser dann mehr Kraft, um durchzusickern und kann so trotzdem in kürzester Zeit die Aromen aus dem Kaffee lösen. Für die Zubereitung mit der Siebträgermaschine sollten die Bohnen also sehr fein gemahlen sein. Du kannst die Feinheit ungefähr mit der von Mehl vergleichen.Zusätzlich hängt der ideale Mahlgrad von der Menge des Kaffees ab: Je kleiner die Menge des Kaffees ist, umso feiner sollte der Mahlgrad sein.

Das kannst du tun, wenn der Kaffee nicht schmeckt

Eigentlich hast du den richtigen Mahlgrad für Siebträgermaschinen gewählt und trotzdem schmeckt der Kaffee bitter oder hat zu viel Säure? Ein paar Tipps, mit denen sich das in Zukunft vermeiden lässt:

1.Der Mahlgrad ist zu fein: Der Mahlgrad für Siebträgermaschinen muss zwar sehr fein sein. Trotzdem kann es passieren, dass er zu fein ist. Experimentiere einfach ein wenig mit einem gröberen Mahlgrad.

2.Das Wasser ist zu heiß: Miss einmal die Brühtemperatur nach. Die hat tatsächlich große Auswirkungen auf den Geschmack. Wir empfehlen dir eine Brühtemperatur von 93 Grad Celsius.

3.Die Extraktionszeit ist zu lang: Die ideale Zeit beträgt bei der Siebträgermaschine 25 bis 30 Sekunden. Prüfe einfach mal nach, ob diese bei dir eventuell zu lang ist.

4.Die falschen Kaffeebohnen: Vielleicht ist in deiner Bohnenmischung der Anteil an Robusta Bohnen zu hoch. Diese schmecken bitterer als Arabica Bohnen.

Fazit

Der Mahlgrad für die Zubereitung mit der Siebträgermaschine muss sehr fein sein, da nur so die Aromen gelöst werden und du einen schmackhaften Kaffee genießen kannst. Natürlich weicht der Mahlgrad auch bei der gleichen Zubereitungsart immer mal wieder ab. Nicht vergessen solltest du auch deinen persönlichen Geschmack! Wenn Siebträgermaschinen neu für dich sind, halte dich erst mal an die oben genannten Richtwerte für den Mahlgrad. Davon ausgehend kannst du dich zu deinem idealen Geschmack hinarbeiten

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