Wie findest du die Kaffeebohne, die am besten schmeckt? – 4 hilfreiche Entscheidungstipps

Falls du zu der Art von Kaffeetrinkern*innen gehörst, die den braunen Wachmacher über alles lieben aber einfach noch nicht die richtige Kaffeebohne gefunden haben, ist dieser Artikel genau das Richtige für dich. Er soll dir dabei helfen, herauszufinden, welche Kaffeebohnen dir am besten schmecken und am besten zu dir passen. 

Mit Hilfe der folgenden 4 Entscheidungstipps wird dir die Qual der Wahl für die passende Kaffeebohne in Zukunft hoffentlich leichter fallen

  1. Helle, mittlere oder dunkle Röstung 

Zuallererst lohnt es sich festzustellen, ob du helle oder dunkle Röstungen geschmacklich bevorzugst. Je nach dem spielt die Kaffeebohne dann nämlich schon gar nicht mehr eine so große Rolle.

Allgemein lässt sich sagen, dass bei hellen Röstungen die Eigenheiten des jeweiligen Rohkaffees besser zur Geltung kommen. Fruchtige Aromen und angenehme Säuren treten bei hellen Röstungen geschmacklich in den Vordergrund. 

Kaffee, der mit dunkel gerösteten Bohnen (höherer Röstgrad) zubereitet wurde, schmeckt aufgrund des Abbaus der Säuren weniger sauer, manchmal süß und ein bisschen nach Schokolade. Dafür sind dunkle Kaffee­röstungen fast immer bitterer als hellere und haben mehr “Volumen”. 

Das Spektrum des Kaffeegeschmacks reicht von fruchtig – süss – schokoladig – bis röstig. Wenn dich also die fruchtigen Noten interessieren, solltest du hellere Röstungen probieren. Schmecken dir eher röstige Noten, dann passt aller Wahrscheinlichkeit nach dunkler Kaffee besser zu dir. Der Bereich zwischen den beiden Extremen ist für experimentierfreudige Kaffeetrinker aus den zwei Lagern zu empfehlen.

  1. Arabica oder Robusta

Arabica und Robusta sind die bekanntesten und weitverbreitesten Kaffeearten. Sie stammen beide von der Kaffeepflanze Coffea aus der Pflanzenfamilie Rubiaceaen. Häufig wird davon gesprochen, dass Arabica und Robusta so etwas wie Geschwister seien. Folglich sind sie sich zwar ähnlich, aber dennoch eben nicht identisch, was bereits in Größe und Form deutlich wird. 

Um dich einen Schritt näher in Richtung der Kaffeebohne zu bringen, die dir am besten schmeckt, ist das Aussehen allerdings nebensächlich, weshalb wir hier nur auf die geschmacklich Unterschiede eingehen.

Arabica geht eindeutig in eine süße, fruchtige und allgemein vielseitige Richtung, wohingegen Robusta dafür bekannt ist, erdig, holzig, nussig und tendenziell kräftig zu schmecken. Außerdem interessant ist der unterschiedliche Koffeingehalt. Anders als die meisten erwarten würden, ist der Koffeingehalt pro Espresso bei der Sorte Robusta nämlich circa doppelt so hoch verglichen zu Arabica.

Präferierst du also Kaffee, der richtig kräftig ist, viel Koffein und dicke Crema hat, dann solltest du dich nach leckerem Robusta Kaffee umschauen. Die Geschmacksvielfalt von Arabicas wiederum ist enorm und es lässt sich für jedes Getränk und für jeden Geschmack eine Arabica Aufbereitung finden. 

  1. Kaffeeetikett

Über das Etikett kannst du bereits eine Menge über den in der Packung enthaltenen Kaffee erfahren. Grundsätzlich gilt: Je mehr auf einer Packung steht, desto mehr weiß der/die Röster*in selbst über den Kaffee oder ist bereit, diese Informationen zu teilen und desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass es sich um qualitativ hochwertige Kaffeebohnen handelt. Im Folgenden zeigen wir dir, wie die empfohlenen Mindestanforderungen an Informationen aussehen, die auf dem Etikett eines guten Kaffee stehen sollten.

  1. Das Röstdatum: Nur wenn das Röstdatum bekannt ist, kann eingeschätzt werden, ob der Kaffee frisch oder alt ist. Nach zwei Monaten beginnt bei Kaffees in ganzer Bohne eine feststellbare Verminderung der geschmacklichen Qualität.
  2. Herkunftsinformation: Land, Region, Produzent
  3. Zusammensetzung: Handelt es sich um einen sortenreinen Kaffee oder eine Mischung. Im Falle der Mischung, sollte das Mischverhältnis von Arabica/Robusta angegeben sein
  4. Siegel: Legst du wert darauf, wie die Arbeitsbedingungen im Anbaugebiet aussehen und wie sich die Lieferketten zusammensetzen, spielen Siegel ebenfalls eine wichtige Rolle. Das Direct Trade Siegel kombiniert bspw. Fairness und qualitativ hochwertigen Kaffee. 

Folglich kannst du dem Etikett bereits einige wichtige und für den Kauf entscheidende Informationen entnehmen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Kaffee, der die oben beschriebenen Mindestanforderungen nicht erfüllt, auch geschmacklich nicht überzeugt und können daher den Kauf von Kaffee empfehlen, über den die aufgeführten Informationen bekannt sind. Dennoch ist selbst bei Erfüllung der Anforderungen noch nicht gewährleistet, dass dir der Kaffee auch schmeckt. 

  1. Frisch gemahlen

Grundsätzlich können wir außerdem empfehlen, die Kaffeebohnen immer selbst und erst kurz vor der Verwendung zu mahlen. Sind Kaffeebohnen nämlich erst einmal gemahlen, vergrößert sich deren Oberfläche und kann ungestört mit Sauerstoff reagieren. Dadurch wird der Alterungsprozess der Kaffeebohnen eingeleitet und sie beginnen bereits nach 20 Minuten ihren Geschmack zu verändern (offensichtlich nicht in eine gute Richtung). 

Um also eine geschmacklich passende Kaffeebohne zu finden, ist es wichtig, die Bohnen ungemahlen zu kaufen. Zudem erhältst du dadurch den Vorteil, die optische Qualität der Kaffeebohnen beurteilen zu können. 

Letztendlich wirst du allerdings nicht vermeiden können, verschiedene Bohnen auszuprobieren, um endlich die Kaffeebohnen zu finden, die dir am besten schmecken. Darüber hinaus können wir dir nur ans Herz legen, dich mit den verschiedenen Aromen (im übrigen können ganze 500 unterschiedliche Geschmackskomponenten bei Kaffee unterschieden werden) auseinanderzusetzen. Natürlich musst du dir nicht im Klaren über alle 500 Geschmackskomponenten sein. Ein erster wichtiger Schritt wäre bspw. die Unterscheidungsfähigkeit zwischen ‘bitter’ und ‘sauer’, da diese Geschmacksrichtungen häufig miteinander verwechselt werden. Je mehr du letztendlich über deine eigenen Vorlieben weist und je genauer du beschreiben kannst, welche Aromen du magst, desto näher kommst du deinem Ziel, eine Kaffeebohne zu finden, die dir am besten schmeckt. Um den Geschmack von Kaffee besser beschreiben zu können, wird dir sicherlich das *SCA Coffee Tasters Flavor Wheel* weiterhelfen. Das SCA Coffee Tasters Flavor Wheel teilt den Geschmack und das Aroma von Kaffee zuerst grob ein und wird dann ganz differenziert definiert. 

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